← Zurück zum Blog

Welche SAP-AI-Rollen Unternehmen jetzt priorisieren sollten

2. Oktober 2026
Welche SAP-AI-Rollen Unternehmen jetzt priorisieren sollten

Priorität haben fünf Rollen: Head of AI beziehungsweise fractional CAIO, AI Solutions Architect, MLOps Engineer, AI Product Manager und AI Governance Officer. Diese Reihenfolge ergibt sich aus der Funktion: Steuerung, Architektur, Produktionsreife, Produktverantwortung und Compliance müssen stehen, bevor weitere Spezialrollen sinnvoll andocken können. Ab dem 2. August 2026 greifen zudem verbindliche Transparenzpflichten nach Art. 50 EU AI Act, was die Governance-Rolle zusätzlich dringlich macht.


Kurz gesagt:

  • Die Besetzung der Kernrolle des AI Solutions Architect ist essenziell, da sie die technische Verbindung zwischen SAP-Systemen und KI-Infrastruktur herstellt.
  • Für regulatorische Konformität ab 2026 sind Kenntnisse in Risikobewertungen, Folgenabschätzungen und dokumentarischer Nachweisführung unabdingbar.
  • Das Anforderungsprofil für SAP-AI-Profis sollte technische Expertise, SAP-Domainwissen und Führungsfähigkeit gleich gewichten, um Fachkräfte effektiv zu steuern.
  • Quereinsteiger mit konkreter Projekterfahrung und domänenspezifischem Know-how bieten oft mehr Substanz als reine Zertifikatsinhaber.
  • Ausgewählte Personalberater wie Polydigital liefern geprüfte Talente mit fundiertem SAP- und KI-Verständnis durch objektive Diagnostik.

Polydigital
SAP-AI-Talente gezielt besetzen
Polydigital verbindet SAP-, KI- und Führungskompetenz mit persönlich geprüften Talenten für Festanstellung, Interim-Mandat oder fractional Besetzung.
Polydigital kennenlernen

Inhaltsverzeichnis

Typische SAP-AI-Rollen: Aufgaben, Einordnung und Priorität

Wer eine SAP-nahe KI-Organisation aufbaut, braucht ein Grundgerüst aus klar getrennten Verantwortlichkeiten. Der Head of AI oder fractional CAIO setzt die Richtung und verantwortet das Budget, während der AI Solutions Architect die technische Klammer zwischen SAP-Systemlandschaft und KI-Infrastruktur bildet. Der MLOps Engineer sorgt dafür, dass Modelle nicht im Prototypenstadium hängen bleiben, sondern produktiv und überwacht laufen. Der AI Product Manager übersetzt Anwendungsfälle in Produktentscheidungen, der AI Governance Officer sichert die regulatorische Seite ab.

Daneben gibt es unterstützende Funktionen, die je nach Unternehmensgröße mitwachsen:

  • AI Enablement Lead: treibt Schulung und Adoption in den Fachbereichen voran.
  • Data Product Manager: verantwortet Datenprodukte als Grundlage für KI-Anwendungsfälle.
  • AI Security Engineer: prüft Modelle und Schnittstellen auf Sicherheitsrisiken.
  • SAP-Consultant mit KI-Fokus: verbindet klassisches Modulwissen mit neuen KI-Funktionen im Tagesgeschäft.

Organisatorisch lohnt sich eine zentrale Steuerung für Governance und Architektur, während Fachexpertise dezentral in den Teams bleibt, die die SAP-Prozesse täglich betreiben. Wer nur eine Rolle sofort besetzen kann, sollte mit dem AI Solutions Architect beginnen: Ohne technisches Rückgrat bleibt jede weitere Investition Stückwerk.

Kernkompetenzen und der notwendige Skill-Mix

Stellenprofile scheitern oft daran, dass sie technische Tiefe verlangen, aber Domänenwissen und Führungsfähigkeit vergessen. Ein tragfähiger Skill-Mix aus drei Ebenen funktioniert zuverlässiger:

  1. Technische Basis: MLOps-Praxis, Deployment-Erfahrung, Kenntnisse in Cloud-Umgebungen und RISE with SAP, Datenintegration sowie Modellüberwachung im Betrieb.
  2. Domänenkompetenz: Verständnis der SAP-Prozesswelt in Finance, HR oder SCM sowie der zugrunde liegenden Datenmodelle.
  3. Führung und Kommunikation: Stakeholder-Management, Veränderungsbegleitung und ein produktorientiertes Denken statt reinem Feature-Fokus.

Quereinsteiger lassen sich sinnvoll bewerten, wenn man weniger auf Zertifikate schaut und mehr auf nachvollziehbare Projekterfahrung mit echten Datenflüssen. Ein Data Engineer aus der Industrie etwa bringt oft mehr Substanz mit als ein frisch zertifizierter KI-Kurs-Absolvent, wenn die Grundlagen sauber sitzen.

Profi-Tipp: Lassen Sie Kandidaten in einem kurzen Fallbeispiel erklären, wie sie eine SAP-Datenquelle für ein KI-Modell aufbereiten würden. Das zeigt Domänenwissen schneller als jeder Lebenslauf.

Darstellung der SAP-Datenaufbereitung für ein KI-Modell

Regulatorische Anforderungen und Compliance-Skills durch den EU AI Act

Der EU AI Act verändert Stellenprofile schon jetzt spürbar. Ab dem 2. August 2026 gelten verbindliche Transparenzpflichten nach Art. 50, die Dokumentations- und Bewertungsaufwand für Anbieter und Anwender von KI-Systemen erhöhen. Wer heute Rollen besetzt, sollte diese Pflicht bereits in der Anforderung verankern, statt sie später nachzurüsten.

Verbindliche Transparenzpflichten nach Art. 50 EU AI Act gelten ab dem 2. August 2026 und betreffen unmittelbar Rollen mit Governance- und Dokumentationsverantwortung.

Konkret braucht es in Stellenprofilen:

  • Fähigkeit zur Risikobewertung und Durchführung von Grundrechte-Folgenabschätzungen beziehungsweise Datenschutz-Folgenabschätzungen.
  • Erfahrung im Aufbau von Dokumentation, die im Audit-Fall belastbar ist.
  • Schnittstellenkompetenz zu Datenschutz- und Compliance-Abteilungen, nicht nur zur IT.

Formulierungen wie „verantwortet die Dokumentation gemäß Art. 50 EU AI Act“ oder „koordiniert Risikobewertungen für KI-Systeme mit Fachbereich und Datenschutz“ machen die Erwartung in Ausschreibungen greifbar, statt vage von „KI-Compliance-Kenntnissen“ zu sprechen.

Rekrutierungsstrategie: SAP-AI-Talente finden, entwickeln und priorisieren

Der Markt für spezialisierte KI-Profile im SAP-Umfeld bleibt eng, auch wenn sich der allgemeine IT-Fachkräftemangel laut Bitkom entspannt hat. Der Kompetenzbedarf bleibt hoch: Ein erheblicher Anteil der Unternehmen mit IT-Stellen setzt KI bereits ein, und viele erwarten, dass KI-Kenntnisse künftig eine Basiskompetenz in allen IT-Berufen sein werden.

Eine funktionierende Sourcing-Strategie kombiniert mehrere Wege:

  1. Active Sourcing und Headhunting für die knappen Architektur- und Governance-Rollen, bei denen Wettbewerb um wenige Kandidaten herrscht.
  2. Kooperationen mit Hochschulen und Bootcamps, um Nachwuchs für MLOps- und Data-Product-Rollen früh zu binden.
  3. Upskilling-Pfade für interne Kandidaten, die SAP-Prozesswissen mitbringen und KI-Kompetenz aufbauen wollen, statt sie extern zu ersetzen.
  4. Klare Stellenanzeigen mit priorisierten Muss-Kriterien, sichtbaren Lernpfaden und einer ehrlichen Beschreibung dessen, was die Rolle tatsächlich leisten soll.

Wer nur nach fertigen KI-Experten sucht, verliert Zeit. Quereinstieg mit strukturiertem Upskilling liefert in der aktuellen Marktlage oft schneller Ergebnisse als das Warten auf das perfekte Profil.

Interview, Assessment und Auswahl: Bewertungskriterien und Interviewfragen

Ein belastbarer Auswahlprozess besteht aus mehreren Bausteinen statt einem einzigen Gespräch. Ein Assessment-Tag mit vier Stationen deckt die relevanten Facetten ab:

  • Technik-Case: Wie würden Sie eine bestehende SAP-Schnittstelle für ein Machine-Learning-Modell absichern?
  • Architektur-Review: Wo setzen Sie Grenzen zwischen Cloud-Diensten und dem SAP-Kernsystem?
  • Produkt-Use-Case: Welchen KI-Anwendungsfall würden Sie zuerst priorisieren und warum?
  • Governance-Szenario: Wie dokumentieren Sie ein Hochrisiko-System gemäß den Transparenzanforderungen?

Bewertet werden sollten technische Kompetenz, Entscheidungsfähigkeit unter Unsicherheit und die Klarheit der Kommunikation gegenüber Fachbereichen. In der Endauswahl setzt Polydigital zusätzlich auf eine EFPA-zertifizierte Eignungsdiagnostik, die ein zertifizierter Berater auswertet und die subjektive Intervieweindrücke um ein objektives Signal ergänzt.

Profi-Tipp: Fragen Sie nach einer Situation, in der ein Modell in der Produktion versagt hat. Die Antwort verrät mehr über Reife als jede Zertifikatsliste.

Nachfolge, Interim und Onboarding: Wissenssicherung bei Schlüsselpositionen

Fällt eine Schlüsselrolle aus, drohen Use-Cases zu stocken und Dokumentation zu veralten. Interim- oder fractional-Modelle überbrücken diese Lücke, ohne die Suche nach der langfristigen Besetzung zu verzögern.

Ein Onboarding, das wirklich trägt, deckt ab:

  • Ein vollständiges Use-Case-Inventar mit Status und Verantwortlichkeiten.
  • Aktuelle Runbooks für den Betrieb der wichtigsten Modelle.
  • Offene Compliance-Deliverables, insbesondere im Kontext des EU AI Act.
  • Ein Stakeholder-Mapping der Fachbereiche, die auf die Rolle angewiesen sind.

Eine Personalberatung, die Suche, Überbrückung und Wissenssicherung als ein Mandat versteht, verhindert genau diesen Bruch zwischen altem und neuem Rolleninhaber.

Was Personalverantwortliche in der Praxis oft unterschätzen

Was Personalverantwortliche in der Praxis oft unterschätzen — overview diagram

Der häufigste Fehler ist eine zu enge Tech-Fokussierung: Unternehmen suchen nach Python-Kenntnissen und übersehen, ob jemand ein Architektur-Mindset mitbringt. Laut einer Analyse von SAP und Oxford Economics gestalten 57 Prozent der Unternehmen Aufgaben neu, um die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zu fördern, nicht um Aufgaben zu ersetzen. Wer das ignoriert, besetzt Rollen, die zwar Modelle bauen können, aber weder mit Fachbereichen kommunizieren noch die Compliance-Seite mitdenken.

Meine Erfahrung: Wenige, gründlich geprüfte Profile schlagen eine lange Kandidatenliste. Eine strukturierte Eignungsdiagnostik zeigt oft klarer als jedes Gespräch, ob jemand unter Druck Entscheidungen trifft und für Ergebnisse einsteht.

— Ingmar

Wie Polydigital bei der Besetzung von SAP-AI-Rollen unterstützt

Polydigital

Statt fünfzig Lebensläufe zu sichten, erhalten Sie bei Polydigital wenige, persönlich interviewte Profile, die zur Rolle passen. Wir besetzen SAP-, ERP-, Data- und AI-Positionen in Festanstellung, als Interim-Mandat oder fractional, mit einem klaren Fokus auf die DACH-Region.

  • Jedes Talent durchläuft in der Endauswahl eine EFPA-zertifizierte Eignungsdiagnostik, ausgewertet von einem zertifizierten Berater.
  • Bei Schlüsselpositionen verbinden wir Suche, Überbrückung und Wissenssicherung zu einer lückenlosen Nachfolge.
  • Kandidaten aus unserem Pool sind erfahren im Zusammenspiel von SAP-Fachwissen und KI-Einsatz.

Wenn Sie eine SAP-AI-Rolle besetzen müssen und Wert auf geprüfte Qualität statt auf Masse legen, starten Sie ein Erstgespräch über Polydigital.

Quellen

Die zentralen Referenzen dieses Artikels: die Transparenzpflichten nach Art. 50 EU AI Act, aktuelle Bitkom-Daten zum IT-Fachkräftemarkt sowie die SAP-Analyse zur Mensch-Maschine-Kollaboration. Ergänzend lohnt ein Blick auf rechtliche Einordnungen zum KI-Einsatz im Bewerbungsprozess sowie auf Angebote zur KI-Beratung und Organisationsentwicklung.

FAQ

Welche SAP-AI-Rolle sollte zuerst besetzt werden?

Meist ist der AI Solutions Architect die dringlichste Besetzung, weil er die technische Klammer zwischen SAP-Landschaft und KI-Infrastruktur bildet. Ohne diese Rolle bleiben weitere Investitionen in MLOps oder Produktmanagement oft Stückwerk.

Welche Kompetenzen sind bei SAP-AI-Rollen am wichtigsten?

Ein tragfähiges Profil vereint technische Basis wie MLOps und Cloud-Erfahrung, SAP-Prozesswissen in Bereichen wie Finance oder SCM und Führungsfähigkeit im Umgang mit Fachbereichen. Reine Programmierkenntnisse ohne Domänenverständnis reichen für diese Rollen nicht aus.

Wie verändert der EU AI Act die Anforderungen an SAP-AI-Rollen?

Ab dem 2. August 2026 gelten verbindliche Transparenzpflichten nach Art. 50, die Dokumentations- und Risikobewertungskompetenz in Stellenprofilen verlangen. Governance-Rollen brauchen deshalb explizite Erfahrung mit Folgenabschätzungen und Audit-fähiger Dokumentation.

Wie hilft eine Eignungsdiagnostik bei der Auswahl von KI-Talenten?

Eine strukturierte Diagnostik ergänzt das Interview um ein objektives Signal zu Entscheidungsverhalten und Belastbarkeit. In der Endauswahl wird oft eine EFPA-zertifizierte Eignungsdiagnostik eingesetzt, die von einem zertifizierten Berater ausgewertet wird.

Was kostet die Besetzung einer SAP-AI-Rolle über eine Personalberatung?

Die Kosten hängen von Rolle, Vertragsform und Mandat ab und sind auf Anfrage verfügbar. Angebote für Personalberatung zu SAP-, ERP- und AI-Rollen in Festanstellung, Interim-Mandat oder fractional sind verfügbar.